Weiterentwicklungen


Die erste Version der Au.St.Er. entstand 1982 auf dem Apple // (tm) Computer unter Leitung der p.f.a.u. programmservice GdbR, Jockgrim. Aus der Taufe gehoben wurde dieses Produkt von den Programmierern Michael Braun und Eilert Brinkmeyer.Als Programmiersprache wurde aus Geschwindigkeits- und Platzgründen 6502-Assembler gewählt. Damals standen ganze 48kB Hauptspeicher und 140kB Diskettenkapazität zur Verfügung. Dies genügte jedoch schon, um ein vernünftiges Mengengerüst verarbeiten zu können, und enthielt bereits leistungsfähige Eingabe-, Anzeige- und Druckmodule und das Kernstück, den Algorithmus der automatischen Verplanung, der auch heute noch zum Einsatz kommt.
Zusatzprogramme wie Vertretungsplan, Schulverwaltung und Zeugnisdruck komplettierten in den folgenden Jahren das Schulverwaltungspaket.

Den Umstieg auf die PC-Welt schaffte die Au.St.Er. unter Leitung der Firma CASUS GmbH, Karlsruhe. Die Aufgabe der Umsetzung der bisher entwickelten Algorithmen unter den Maßgaben Fehlerfreiheit, Funktionserweiterung und kurzer Entwicklungszeit schien mit den üblichen Programmiertools zunächst unlösbar. Erst die Publikationen über die objektorientierte Sprache EIFFEL sowie die zeitnahe Verfügbarkeit eines Compilers durch die Firma SIG-Computer (heute Object-Tools) schafften die Voraussetzungen für eine neue Au.St.Er. Die erst durch EIFFEL gegebene Möglichkeit der Modellierung komplexer Vorgänge, gepaart mit der Möglichkeit, verifizierbare Programme zu erstellen, machten die obigen Maßgaben erfüllbar. So entstanden in relativ kurzer Zeit die heute verfügbaren Programme Automatische Stundenplanerstellung und Vertretungsplan.In der Entwicklung waren hier Peter Rau und Eilert Brinkmeyer maßgeblich beteiligt.

Die letzten veröffentlichen Versionen sind 1.3.2 für die Au.St.Er. und 1.2.3 für die Ve.Pla vom Stand 1997. Aufgrund geänderter Umstände (u.a. Erreichen der technischen Grenze des Eiffel-Compilers) wurde seitdem keine Weiterentwicklung betrieben.

Die Firma Object-Tools stellte jedoch 1998/1999 einen optimierten und um viele Features erweiterten Eiffel-Compiler (VisualEiffel) vor. Ich arbeite seitdem an einem neuen Programm, welches Au.St.Er. und Ve.Pla vereinigt und vollkommen neue Features bietet (u.a. dynamische Verkopplung, Datenbankanbindung).

An die Schulen gewandt möchte ich noch grundsätzlich die Programmiersprache Eiffel in der Ausbildung anstelle der 'gängigen' Pascal oder C empfehlen, da hier die Abbildung beliebiger Vorgänge in ein Objektmodell gezielt erlernbar ist und eine Teamarbeit mit vorher exakt umrissenen Aufgaben möglich ist. Voraussetzung ist hierfür u.a. eine gut strukturierte Projektplanung, die sich damit ebenfalls schulen läßt. Dies entspricht m.E. wesentlich eher den in der Zukunft benötigten Ansätzen, als die Bedeutung von *p++ zu erlernen.

Jockgrim, den 8.Oktober 2000
Eilert Brinkmeyer